Mieloo und Alexander
  • 14 Apr 2026

Echtzeit-Übersicht über den Medikamentenbestand und die Verfallsdaten dank RFID

Wie Krankenhäuser die Verfügbarkeit von Medikamenten verbessern, Verschwendung reduzieren und vollständige Transparenz über den Lagerbestand von der Zentralapotheke bis zur Station erlangen können.

RFID Asset Tracking im Krankenhaus

Krankenhäuser benötigen eine zuverlässige Kontrolle über die Verfügbarkeit und den Verfallsstatus von Medikamenten entlang der gesamten internen Lieferkette. In der Praxis ist die Medikamentenlogistik nach wie vor stark von manuellen Kontrollen und verzögerten Aktualisierungen abhängig, insbesondere bei der Übergabe zwischen der Zentralapotheke und den Medikamentenräumen auf den Stationen. Die Bestandsmengen basieren oft auf periodischen Zählungen statt auf kontinuierlichen Daten, was es erschwert, Engpässe, Abweichungen oder bald ablaufende Medikamente zu erkennen, bevor sie zu einem Problem werden.

RFID ändert dies, indem es einen Echtzeit-Einblick in die Medikamentenbestände und deren Verfallsstatus ermöglicht – von der Zentralapotheke bis hin zum Medikamentenraum auf der Station und zunehmend auch über die Bestände mehrerer Krankenhäuser hinweg.

Warum die Medikamentenlogistik Echtzeit-Transparenz benötigt

Die größte Herausforderung in der Medikamentenlogistik von Krankenhäusern ist nicht ein Mangel an Daten, sondern ein Mangel an aktuellen Daten. Bestandserfassungen, Verfallsdatumskontrollen und Nachschubentscheidungen basieren häufig auf manuellen Erfassungen, die schnell veralten. Dies führt zu einer Reihe bekannter Probleme: Abweichungen zwischen Bestellungen und tatsächlichen Lieferungen, unbemerkt ablaufende Medikamente, Zeitverlust des Stationspersonals durch manuelle Zählungen sowie eingeschränkte Transparenz für die Zentralapotheke hinsichtlich der tatsächlichen Vorgänge auf Stationsebene.

RFID löst dieses Problem an der Quelle. Anstatt sich auf Mitarbeiter zu verlassen, die Bestandsbewegungen erfassen, werden diese durch RFID und Lesegeräte automatisch auf Artikelebene erfasst, sobald eine Bewegung stattfindet. Dadurch wird die Medikamentenlogistik von periodischen Momentaufnahmen zu einem kontinuierlichen Echtzeit-Überblick darüber, was vorrätig ist, wo es sich befindet und wie lange es noch verwendbar ist.

Ein vernetzter RFID – vom Wareneingang bis zum Verbrauch auf der Station

Ein moderner, RFID-gestützter Medikamentenfluss verbindet jeden Schritt zwischen der Apotheke und der Station zu einem einzigen, automatisierten Prozess, anstatt eine Reihe von unzusammenhängenden manuellen Kontrollen durchzuführen.

Der Prozess beginnt bereits beim Wareneingang, wo die vom Großhändler gelieferten Medikamentenkisten in einen RFID gestellt und automatisch mit der ursprünglichen Bestellung abgeglichen werden. Abweichungen zwischen der Bestellung und der tatsächlichen Lieferung werden sofort erkannt, und bestätigte Artikel werden ohne manuelle Dateneingabe in den RFID-basierten Bestand aufgenommen.

Von dort aus wird die Nachlieferung an die Stationen ebenso automatisch erfasst. Kisten, die für die Nachlieferung an die Stationen bestimmt sind, werden auf ein Förderband gestellt und über einen RFID als ausgegeben verbucht, sodass der Apothekenbestand in Echtzeit aktualisiert wird, sobald die Medikamente das Gebäude verlassen, und nicht erst im Nachhinein.

Auf Stationsebene lassen sich Bestandsaufnahmen und Verbrauchsregistrierungen deutlich beschleunigen. Der Stationsbestand kann in einem Durchgang mit einem RFID gescannt werden, wodurch sowohl Nachschub als auch bereits verbrauchte Mengen sofort erfasst werden – ohne die zeitaufwändigen manuellen Zählungen, die das Stationspersonal andernfalls durchführen müsste.

 

Durch intelligente, RFID-fähige Medikamentenkühlschränke für Apotheken und Stationen wird die Lagerung selbst Teil desselben vernetzten Systems. Integrierte RFID erfassen automatisch, welche Medikamente entnommen und welche nachgefüllt werden – kontinuierlich und aus der Ferne –, sodass Bestands- und Verfallsdaten auch im Kühlraum stets auf dem neuesten Stand bleiben.

All dies wird durch eine Software ermöglicht, die einzelne RFID in ein verwertbares Echtzeitbild umwandelt. Da jede Lösung im Arbeitsablauf mit einer gemeinsamen RFID verbunden ist, erhalten Krankenhäuser jederzeit – und nicht erst zum Zeitpunkt der letzten manuellen Zählung – dynamische Echtzeit-Einblicke in den Medikamentenbestand und den Verfallsstatus in der Apotheke und auf den Stationen. Dieselbe Datenbasis ermöglicht es grundsätzlich auch, die Bestandsübersicht krankenhausübergreifend zu teilen, was dazu beitragen kann, regionale Medikamentenengpässe zu beheben, bevor sie kritisch werden.

Was Krankenhäuser von einem integrierten Ansatz profitieren

Die Zusammenführung dieser RFID in einem vernetzten Arbeitsablauf bietet eine Reihe konkreter betrieblicher Vorteile:

  • Echtzeit-Übersicht über den Medikamentenbestand und den Verfallsstatus
  • Sehr schnelle und effiziente Erfassungsprozesse im Wareneingang, bei der Nachschubversorgung und auf Stationsebene
  • Sofortiger Überblick über Abweichungen zwischen Bestellung und Lieferung
  • Automatische Benachrichtigungen bei bevorstehenden Verfallsdaten
  • Einfache Integration in bereits genutzte EPD- oder ERP-Systeme
  • Die Möglichkeit, Einblicke in die Bestände anderer Krankenhäuser in Echtzeit auszutauschen und zu erhalten

Für Apothekenmitarbeiter bedeutet dies weniger Zeitaufwand für die manuelle Erfassung und mehr Sicherheit, dass die Daten, auf deren Grundlage sie handeln, den tatsächlichen physischen Bestand widerspiegeln. Für das Stationspersonal bedeutet dies schnellere Bestandsaufnahmen und weniger Störungen durch unerwartete Engpässe. Und für die Krankenhausleitung bedeutet dies einen klareren Echtzeit-Überblick über die gesamte Medikamentenlogistik, was sowohl operative Entscheidungen als auch Compliance-Anforderungen hinsichtlich Rückverfolgbarkeit und Verfallsdatenmanagement unterstützt. Dies steht in engem Zusammenhang mit der bereits weit verbreiteten Anwendung RFID in der Medikamentenbestandsverwaltung sowohl in der Apotheke als auch auf den Stationen.

Basierend auf bewährter RFID Technologie und Software

Diese Art der vernetzten Medikamentenlogistik ist nur möglich, wenn Hardware, Software und Integration als eine einheitliche Lösung statt als separate Komponenten zusammengeführt werden. Mieloo & Alexander Business Integrators entwickeln diese RFID gemeinsam mit den Technologiepartnern Husky Intelligent Fridges und Zebra Technologies und kombinieren dabei RFID, Bildverarbeitungs- und IoT-Hardware mit der Cloud-Middleware-Plattform ARC Suite. Dazu gehören die Beratung bei der Auswahl der richtigen Hardware und des Systemdesigns, die Implementierung sowie der kontinuierliche 24/7-Support, damit Krankenhäuser eine Lösung erhalten, die auf den täglichen Betriebsablauf zugeschnitten ist und nicht nur ein einmaliges Pilotprojekt darstellt.

Ein Beispiel dafür, wie dies in der Praxis aussieht, ist das am Amsterdam UMC, Standort VU, verwendete Dashboard für Bestands- und Frischedaten, das den aktuellen Medikamentenbestand und den Verfallsstatus im gesamten oben beschriebenen vernetzten Arbeitsablauf in Echtzeit anzeigt.

 

 

Sind Sie bereit, die Medikamentenlogistik in Ihrem Krankenhaus zu verbessern?

Gerne erfassen wir Ihren aktuellen Medikamentenfluss und skizzieren, wie ein Pilotprojekt für Apotheken und Stationen in der Praxis aussehen könnte.

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